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Großbrand in Golling – Alarmstufe 3

25.04.2019 – Großbrand in Golling, Alarmstufe 3, Werkstatt und Schuppen in Vollbrand, Gasflaschen im Gebäude, 139 Mann von mehreren Feuerwehren im Einsatz

 Am Donnerstag Abend, den 25. April wurde die Feuerwehr Golling um 21:55 Uhr zu einem Brand in die Bluntaustraße alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Fahrzeuge standen eine Garage sowie ein Holzschuppen bereits in Vollbrand. Bei Alarmstufe 3 standen die Feuerwehren Golling, Kuchl, Scheffau und Oberalm mit insgesamt 139 Mann im Einsatz.

Der eintreffende Einsatzleiter stellte sofort nach einer ersten Erkundung eine enorme Gefährdungslage für die sehr nahe angrenzenden Wohnhäuser fest, starker Wind sorgte zudem für massiven Funkenflug. Aus diesem Grund wurden sofort die benachbarten Feuerwehren Kuchl und Scheffau durch Alarmstufe 3 angefordert. Die ersten Maßnahmen durch die Kräfte der Feuerwehr Golling waren klar auf den Schutz der angrenzenden Wohnhäuser ausgerichtet, hierzu wurden 3 C- und 2 HD-Rohre vorgenommen. Parallel dazu erfolgte ein Löschangriff von der West- und Ostseite auf das Brandobjekt. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Einsatzleiter von Bewohnern informiert, dass sich im Werkstattgebäude Gasflaschen befinden. Daher wurde sofort ein weiterer Atemschutztrupp der Feuerwehr Golling zur Bergung der Flaschen aus dem Gefahrenbereich eingesetzt. Neben Sauerstoff- und Propangasflaschen wurde dabei auch eine explosionsgefährdete Acetylengasflasche aus dem unter Vollbrand stehenden Gebäude geborgen. Sämtliche Gasflaschen wurden zum nahe gelegenen Ufer der Salzach zur dauerhaften Kühlung verbracht. Aufgrund der Komplexität und Intensität des Brandgeschehens wurden bereits früh 2 Einsatzabschnitte (West und Ost) gebildet und von OFK Golling sowie OFK-Stellvertreter Golling geführt. In der Zwischenzeit wurden zwei Saugstellen im Bereich der Salzachbrücke errichtet, um die Wasserversorgung sicher zu stellen, die inzwischen eingetroffenen Kräfte der Feuerwehren Kuchl und Scheffau errichteten weitere drei Wasserentnahmestellen. Da die nachbarlichen Wohnhäuser mittlerweile geschützt werden konnten, wurde ein umfassender Löschangriff unter Atemschutz auf beide brennenden Gebäude durchgeführt. Dazu kamen von den Feuerwehren Golling, Kuchl und Scheffau insgesamt 15 Angriffsleitungen zum Einsatz, Bühne Golling nahm die Brandbekämpfung zusätzlich von oben mit einem Wasserwerfer auf. Dieser massive Löschangriff zeigte letztendlich rasch Wirkung und so konnte nach rund 30 Minuten „Brand aus“ gemeldet werden. Die ebenfalls eingetroffenen Kräfte von Polizei und Rotem Kreuz nahmen parallel zum Einsatzgeschehen vor Ort Ihre Arbeiten auf, das Einsatzleitfahrzeug Kommando Tennengau der FF Oberalm übernahm die Kommunikations- und Dokumentationsaufgaben. BFK und AFK Tennengau unterstützen in weiterer Folge die Einsatzleitung vor Ort. Abschließende Arbeiten für die Feuerwehr waren das teilweise Öffnen der Dachkonstruktion, um Nachlöscharbeiten durchzuführen, sowie das Ablöschen von letzten Glutnestern in den Gebäuden.

Nach 1,5 Stunden konnten die Kräfte der Feuerwehren Kuchl, Scheffau und Oberalm aus dem Einsatz heraus gelöst werden, die Feuerwehr Golling konnte den Einsatz nach 4 Stunden um 02:00 Uhr Nachts beenden. Die Brandursachenermittlung nahm vor Ort ihre Erhebungen auf, der Sachschaden an den Gebäuden ist erheblich.

Im Einsatz
-Feuerwehr Golling: 6 Fahrzeuge, 45 Mann
-Einsatzleitung: HBI Peter Schluet / OBI Christoph Rettenbacher
-Feuerwehr Kuchl: 4 Fahrzeuge, 42 Mann
-Löschzug Jadorf: 1 Fahrzeug, 9 Mann
-Feuerwehr Scheffau: 4 Fahrzeuge, 36 Mann
-Feuerwehr Oberalm, 1 Fahrzeug, 5 Mann
-BFK + AFK Tennengau, 2 Fahrzeuge
-Insgesamt: 139 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen, 11 Atemschutztrupps

Weitere Einsatzkräfte:
-Rotes Kreuz
-Polizei
-Brandursachenermittlung

Weitere Infos:
Homepage FF Golling

Einsatzerkenntnisse:
– Die sofortige Auslösung der Alarmstufe 3 durch den Einsatzleiter sicherte eine zeitnahe und umfassende Löschwasserversorgung bzw. Brandbekämpfung sowie notwendige Atemschutzreserven.
– Die gesetzte Erstmaßnahme (Priorität auf Schutz der angrenzenden Wohnhäuser) war aufgrund der Brandlast und des starken Windes richtig und notwendig (die Intensität zeigt u.a. die Tatsache, dass durch Funkenflug ein Balkon eines rund 100 Meter entfernten und nicht unmittelbar betroffenen Wohnhauses zu brennen begann!).
– Die Bergung der 4 Sauerstoff- und Gasflaschen, insbesondere jedoch der Acetylengasflasche in der frühen Einsatzphase war eine nicht ungefährliche, jedoch taktisch richtige Maßnahme zum richtigen Zeitpunkt.
– Alle Kräfte wurden über die Gefahren (Gasflaschen in der Werkstatt) zu einem frühen Zeitpunkt in Kenntnis gesetzt, und führten die Löscharbeiten am Objekt mit der notwendigen Eigensicherung (Abstand) durch.
– Die Zusammenarbeit und Kommunikation der Einsatzkräfte vor Ort funktionierte einwandfrei, durch den gezielten Einsatz von Mannschaft und Gerät konnte das Schadensausmaß in Grenzen gehalten und größerer Schaden verhindert werden.

Text und Bilder: FF Golling

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