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Aktuelles

Flughelfer des LFV Salzburg in Niederösterreich bei Waldbrandbekämpfung zur Unterstützung im Einsatz

1.Tag, Samstag 30.10.2021

Seit Samstag, 30.Oktober unterstützen 6 Flughelfer aus dem Landesfeuerwehrverband Salzburg die Kameraden in Niederösterreich. In den frühen Morgenstunden erfolgte nach einer Vorbesprechung in der Landesfeuerwehrschule Salzburg die Abfahrt ins Einsatzgebiet nach “Reichenau an der Rax” in Niederösterreich. Vergangenen Montag war dort ein Waldbrand ausgebrochen, der sich auf eine Größe von über 100 Hektar ausgebreitet hatte und die örtlichen Einsatzkräfte seit Tagen fordert.

Um 07:30 Uhr sind die Flughelfer aus Salzburg im Einsatzgebiet eingetroffen. Nach einer ersten Lagebesprechung bei der örtlichen Einsatzleitung, erhielten die Salzburger Kräfte ihren Einsatzauftrag. Derzeit werden die Kameraden mit den Hubschraubern auf den Berg geflogen, um die Kameraden aus Niederösterreich bei der Errichtung einer sogenannten “Riegelstellung” zu unterstützen, damit ein Übergreifen der Flammen auf nicht betroffene Bereiche verhindert werden kann. Derzeit sind 9 Hubschrauber vom Bundesheer und der Polizei im Einsatz. Am Nachmittag werden zwei weitere Löschflugzeuge aus Italien erwartet, welche ebenfalls Unterstützung bei der Brandbekämpfung aus der Luft leisten sollen. (Stand: 30.10.2021 10:30 Uhr)

Lagemeldung 30.10.2021 15:00 Uhr aus dem Einsatzgebiet:
Zurzeit sind die Salzburger Einsatzkräfte zusammen mit den steirischen Kameraden am Berg mit der Brandbekämpfung beauftragt worden. Aktuell wird versucht die sogenannte “Ostflanke” zu halten und ein Überspringen der Flammen zu verhindern. Das Gelände ist an dieser Stelle sehr steil und es herrscht stetiger Steinschlag. Da Gestern diese Position aufgegeben werden musste, sind hier alle Schläuche und Gerätschaften, die zurück gelassen werden mussten, verbrannt. Zurzeit sind 10 Hubschrauber im Einsatz.

Lagemeldung 30.10.2021 17:30 Uhr aus dem Einsatzgebiet:
Die Salzburger Kräfte mussten die Einsatzstelle am Berg verlassen, weil zwei Löschflugzeuge aus Italien eingetroffen waren, die jetzt die Brandbekämpfung durchführen. Ein Flugzeug kann bis zu 7.000 Liter Wasser aufnehmen und über der Brandstelle abwerfen. Bis zum Sonnenuntergang wird die Brandbekämpfung aus der Luft fortgesetzt. Für die Abendstunden ist noch ein Erkundungsflug geplant, auf Basis dessen bei einer anschließenden Lagebesprechung die weitere Vorgehensweise für die nächsten Tage besprochen wird.

2. Tag, Sonntag 31.10.2021

Bei einer morgendlichen Lagebesprechung konnte festgestellt werden, dass durch die umfangreichen Löscharbeiten der letzten Tage, bereits eine leichte Verbesserung der Situation erreicht werden konnte. Seit Sonnenaufgang wurden die Löscharbeiten wieder im vollen Umfang aufgenommen. In der Früh wurden die Salzburger Feuerwehrkameraden per Tau auf den Berg geflogen, um dort die Löscharbeiten wieder aufnehmen zu können. Seit kurzem musste dieser Einsatzauftrag abgebrochen werden, da die großen Löschflugzeuge aus Italien und Hubschrauber die Brandbekämpfung aus der Luft wieder aufgenommen hatten. Zurzeit unterstützen die Salzburger Kräfte bei der Einweisung der Hubschrauber bei den Löschwasserbehältern. Des Weiteren werden von den Salzburger Kräften in einem Einsatzabschnitt, die Wasserabwürfe koordiniert und zeitgleich die Bodentruppen mit Löschwasser versorgt. (Stand: 31.10.2021 12:00 Uhr)

Lagemeldung 31.10.2021 18:00 Uhr aus dem Einsatzgebiet:
Bis zum Einbruch der Dunkelheit wurde der massive Löschangriff aus der Luft sowie aus am Boden fortgesetzt. Dank der harten Arbeit der Einsatzkräfte, konnte bei einer abendlichen Lagebesprechung erneut ein deutlicher Erfolg und Fortschritt bei der Bekämpfung des Waldbrandes festgestellt werden. Aufgrund der vorherrschenden Lage und der Wetterprognose für die kommenden Tage, werden die Kameraden aus Salzburg voraussichtlich morgen Mittag den Einsatz beenden und zurück nach Salzburg kehren.

3. Tag, Montag 01.11.2021

Bei Sonnenaufgang wurde die Brandbekämpfung aus der Luft sowie aus dem Boden wieder aufgenommen. Insgesamt 14 Hubschrauber und 2 Löschflugzeuge führen einen massiven Wasserabwurf aus der Luft durch. Beim morgendlichen Briefing der Einsatzkräfte, wurde das Einsatzende für die Salzburger Kameraden festgesetzt. Zurzeit wird die Ablösemannschaft aus der Steiermark beim Einsatzabschnitt eingewiesen, welcher von den Flughelfern aus Salzburg betreut wurde. Um ca. 10:00 Uhr werden die Feuerwehrkameraden aus Salzburg den Einsatz beenden und die Heimfahrt nach Salzburg antreten.

Allgemeine Daten zum Einsatz der Salzburger Flughelfer:
Die Salzburger Kräfte waren bei dem Einsatz, dem Einsatzabschnitt “Ostflanke Berg” zugeteilt. Unter dem Abschnittseinsatzleiter Franz Schönleitner wurden die Wasserabwürfe auf die brennenden Bereiche koordiniert, die Mannschaft im Wald mit Löschwasser versorgt sowie die Angriffsflanken im Wald bestimmt. Zugeteilt waren für diesen Bereich 2 Hubschrauber vom BMI und 2 Hubschrauber vom Bundesheer.

Resümee des Einsatzes der letzten 3 Tage

Resümee von der örtlichen Einsatzleitung:
“Die Kameraden aus Salzburg haben eine perfekte Ausbildung mit einer sehr guten Ausrüstung. Es wurde sehr effektiv und vor allem sicher gearbeitet. Ein Brand in solch einer Dimension, muss aus der Luft unterstützt werden. Brandbereiche im “Hochwald”, die sich am Boden an und unter dem Bodenbewuchs fortbewegen, können nur am Boden mit der Mannschaft bekämpft werden.”

Resümee von Franz Schönleitner:
“Alles in allem ein sehr lehrreicher Einsatz, wo auch für Waldbrände in Salzburg viele Erkenntnisse daraus mitgenommen werden können. Ein großes Lob an meine Kameraden, für den körperlich sehr herausfordernden Einsatz. Gut, dass wir immer gesund aus dem sehr schwierigen Gelände zurück gekommen sind und jetzt den Heimweg antreten können.”

Bilder: LFV SBG – Franz Schönleitner Einsatzabschnittskommandant Ostflanke Berg
Text: LAWZ SBG – Thomas Lindner

Flughelfer des lfv salzburg in niederösterreich bei waldbrandbekämpfung zur unterstützung im einsatz
Verabschiedung der Salzburger Kräfte durch die örtliche Einsatzleitung (BI Franz Schönleitner und Einsatzleiter OBR Sepp Huber)



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