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Grenzfeuerwehren meistern anspruchsvolle Waldbrandübung am Sulzenstein

Ein Blitzeinschlag im steilen Gelände des „Sulzenstein“ nahe der österreichisch-deutschen Grenze, dazu ungünstiger Südwestwind und ein daraufhin rasch um sich greifender Wald- und Flurbrand: Dieses von der Feuerwehr St. Martin bei Lofer ausgearbeitete Szenario forderte die Einsatzkräfte bei der diesjährigen „Hirschbichlübung“ – einer jährlich stattfindenden Gemeinschaftsübung der Feuerwehren St. Martin bei Lofer, Weißbach bei Lofer und Ramsau bei Berchtesgaden (Bayern).

Für eine unterbrechungsfreie Wasserförderung wurde auf ein kombiniertes Konzept gesetzt: Vom Wasserbecken des an der Bundesgrenze zwischen Österreich und Deutschland liegenden Gasthauses Hirschbichl wurde ein Tankpendelverkehr mit drei Tankwägen über eine Strecke von ca. anderthalb Kilometer eingerichtet. Ein am Fuße des Sulzensteins auf einem Forstweg positionierter Löschbehälter diente als Pufferspeicher. Von dort aus wurde eine Relaisleitung bis zum Nahbereich des Einsatzortes aufgebaut.

Parallel dazu bekamen die Einsatzkräfte auch Unterstützung aus der Luft. Ein BMI-Hubschrauber der Flugeinsatzstelle Salzburg führte nach der Ersterkundung insgesamt 14 Versorgungsflüge für Mannschaft und Material sowie gezielte Löschflüge mit Außenlastbehältern durch. Die regionalen Wehren wurden außerdem von der Feuerwehr Zell am See mit dem Bezirks-Waldbrandanhänger und dem Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr Saalfelden unterstützt.

Bei der anschließenden Nachbesprechung zogen Übungsbeobachter und Ehrengäste ein positives Fazit. Angesichts stetig steigender Vegetationsbrände ist diese regelmäßige Praxis entscheidend, um die Schlagkraft im Realeinsatz zu sichern.

45 Jahre grenzüberschreitende Tradition

Die traditionelle Gemeinschaftsübung der drei Feuerwehren jährte sich heuer bereits zum 45. Mal. Was 1976 nach einem verheerenden Brand im Gasthof Hirschbichl als Idee der Kommandanten aus Weißbach und Ramsau begann, führte 1981 zur ersten gemeinsamen Übung – drei Jahre später stießen die Kameraden aus St. Martin hinzu. Obwohl ein grenzüberschreitender Austausch in den Anfangsjahren keineswegs alltäglich war, entwickelte sich die Übung im „Drei-Orte-Eck“ zu einer festen Säule der Kameradschaft. Ob Gebäudebrand, Verkehrsunfall oder Paragleiterabsturz: Die langjährige Partnerschaft bewährt sich jedes Jahr aufs Neue und bewies auch heuer am Sulzenstein, wie reibungslos die grenzüberschreitende Hilfeleistung im Ernstfall funktioniert.

Ausgerückte Feuerwehren: BFK Pinzgau, AFK 1 Pinzgau, Kreisbrandrat Berchtesgadener Land, FF Weißbach, FF St. Martin, FF Ramsau bei Berchtesgaden, FF Saalfelden, FF Zell am See

Mannschaftsstärke: 76 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen

Weitere Kräfte: BMI Flugdienst, Bürgermeister Ramsau und St. Martin

Übungsleiter: OFK St. Martin bei Lofer OBI Roland Seiter

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Text & Bilder: VI Daniela Messner (Presse Abschnitt 1 Pinzgau)




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