Aktuelles
Großangelegte Einsatzübung im Landhotel Postgut in Tweng
Am Samstagnachmittag, dem 26. September 2026, war die Gemeinde Tweng Schauplatz einer großangelegten Einsatzübung.
Rund 115 Einsatzkräfte von Feuerwehren und weiteren Einsatzorganisationen aus dem Lungau und Pongau nahmen an der Übung teil.
Als Übungsobjekt diente das Landhotel Postgut. Im Mittelpunkt standen die Menschenrettung aus einem größeren Gebäude, die Brandbekämpfung, der Aufbau einer gesicherten Wasserversorgung sowie die Zusammenarbeit und Koordination der verschiedenen Einsatzabschnitte und Einsatzorganisationen.
Alarmierung zum Übungsbeginn
Um 13:00 Uhr wurde durch die Bezirks-Alarm- und Warnzentrale Lungau (BAWZ) ein Notruf entgegengenommen.
Gemeldet wurden eine starke Rauchentwicklung sowie mehrere vermisste Personen im Landhotel Postgut in Tweng.
Daraufhin wurde die örtlich zuständige Feuerwehr Tweng mittels Sirenenalarm zum Übungseinsatz alarmiert.
Bei der ersten Lageerkundung durch den Einsatzleiter und Ortsfeuerwehrkommandanten OBI Christian Neumann wurde die angenommene Lage bestätigt.
Aufgrund der Größe des Übungsszenarios wurde auf Befehl des Einsatzleiters durch die BAWZ Lungau die Alarmstufe 2 ausgelöst. Zusätzlich wurde die Feuerwehr Obertauern zum Übungsobjekt alarmiert.
Erste Maßnahmen und Menschenrettung
Mit dem Eintreffen der nachrückenden Einsatzkräfte wurden umgehend mehrere Atemschutztrupps zur Menschenrettung in das Gebäude entsandt.
Gleichzeitig wurde ein Atemschutz-Sammelplatz eingerichtet und die eingesetzten Atemschutztrupps koordiniert.
Auf der Südseite des Gebäudes begann die Feuerwehr Obertauern mit der Drehleiter einen Löschangriff.
Auf der Nordseite wurde durch die Drehleiter der Feuerwehr Tamsweg die Menschenrettung durchgeführt.
Um eine ausreichende Wasserversorgung für die Brandbekämpfung sicherzustellen, wurden mehrere Relaisleitungen von der Taurach zum Übungsobjekt aufgebaut.
Erhöhung auf Alarmstufe 3
Aufgrund der Größe und Weitläufigkeit des Landhotels sowie des weiteren Bedarfs an Einsatzkräften wurde im weiteren Verlauf auf Alarmstufe 3 erhöht.
Die Einsatzstelle wurde in drei Übungsabschnitte aufgeteilt. Die jeweiligen Abschnittskommandanten übernahmen die Koordination der zugewiesenen Aufgaben und arbeiteten die vorgegebenen Übungsziele ab.
Das Kommando Lungau übernahm die Dokumentation des Einsatzgeschehens und führte laufende Übungsbesprechungen durch.
Das Atemschutz Lungau registrierte die eingesetzten Atemschutztrupps und koordinierte deren Einsatz.
Die Drohne Lungau unterstützte die Einsatzleitung mit Lagebildern aus der Luft, die direkt an die Führungsstelle übertragen wurden.
Das Rote Kreuz Lungau übernahm die Registrierung sowie die Versorgung der dargestellten verletzten und geretteten Personen.
Zweiter Übungsteil
Nachdem sämtliche vermissten Personen im Hotelgebäude gefunden und an den Rettungsdienst übergeben worden waren, folgte ein weiterer Teil der Übung.
Dabei mussten mehrere Atemschutztrupps vermisste Personen in einer verrauchten Tenne lokalisieren und aus dem Gebäude retten.
Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem sicheren und koordinierten Vorgehen der eingesetzten Atemschutztrupps.
Parallel dazu wurde die Drohne Lungau gemeinsam mit den eingesetzten Bodentrupps zur Suche nach mehreren vermissten Personen in einem Waldstück eingesetzt.
Die Personen mussten aus der Luft lokalisiert und anschließend durch die Einsatzkräfte am Boden gerettet werden.
Übungsende und Nachbesprechung
Gegen 17:00 Uhr konnten sämtliche gesetzten Übungsziele erfolgreich abgearbeitet werden.
Die während der Übung gewonnenen Erkenntnisse wurden anschließend gemeinsam mit den zuständigen Führungskräften besprochen.
Im Anschluss fand eine gemeinsame Übungsnachbesprechung mit den beteiligten Einsatzkräften statt.
Dabei wurden die einzelnen Übungsabschnitte nochmals besprochen und die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen reflektiert.
Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Leonhard Ernst, Abschnittsfeuerwehrkommandant 2 BR Volker Mörtl, Ortsfeuerwehrkommandant und Übungsleiter OBI Christian Neumann sowie Bürgermeister Franz Kaml bedankten sich bei den beteiligten Einsatzkräften für die Bereitschaft zur Teilnahme und die Abarbeitung der gestellten Übungsaufgaben.
Ein besonderer Dank galt der Familie Klary für die Zurverfügungstellung des Übungsobjektes sowie für die Verpflegung der eingesetzten Kräfte im Anschluss an die Übung.
Rund 115 Einsatzkräfte beteiligt
An der Übung waren rund 115 Einsatzkräfte beteiligt.
Beteiligte Kräfte:
Feuerwehr Tweng mit Tanklöschfahrzeug
Feuerwehr Obertauern mit Pumpe, Drehleiter und Mannschaftstransportfahrzeug
Feuerwehr Mauterndorf mit Pumpe
Feuerwehr St. Michael mit Tanklöschfahrzeug, Atemschutzfahrzeug und Mannschaftstransportfahrzeug
Feuerwehr Tamsweg mit Tanklöschfahrzeug und Drehleiter
Feuerwehr Weißpriach mit Pumpe
Feuerwehr Ramingstein mit Kommando Lungau
Drohne Lungau
Rotes Kreuz Lungau
Polizei
Bezirks-Alarm und Warnzentrale
Einsatzleitung:
Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Leonhard Ernst
Abschnittsfeuerwehrkommandant 2 BR Volker Mörtl
Übungsleiter Ortsfeuerwehrkommandant OBI Christian Neumann
Übungs-Abschnittskommandant Süd 1 HBI Michael Hubauer-Brenner
Übungs-Abschnittskommandant Süd 2 OBI Robert Kettele
Übungs-Abschnittskommandant Nord OVI Thomas Keidel
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