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Großeinsatz nach Unwetter in Stuhlfelden
Unwetter sorgt für Großeinsatz in Stuhlfelden – 06. bis 10. August 2026
Ein schweres Unwetter hat am 6. August 2026 in der Gemeinde Stuhlfelden innerhalb kürzester Zeit für eine großflächige Schadenslage gesorgt. Mehrere Bäche und Gräben traten über die Ufer, Straßen wurden von Schlamm und Geröll überflutet und mehrere Hänge gerieten ins Rutschen.
Für die Feuerwehr Stuhlfelden begann gegen 17:15 Uhr ein mehrtägiger Einsatz. Aufgrund der rasch zunehmenden Zahl an Einsatzstellen wurde die gesamte Mannschaft alarmiert. Neben Verklausungen und Überflutungen entwickelte sich insbesondere am Kristandlgraben eine gefährliche Situation. Ein Wohnhaus musste vorsorglich evakuiert werden.
Besonders betroffen war der Ortsteil Pirtendorf. Der Pirtendorferbach trat über die Ufer, große Mengen Wasser, Schlamm, Geröll und Holz wurden durch den Ortsteil transportiert. Insgesamt wurden im Einsatzverlauf fünf zerstörte Brücken festgestellt. Mehrere Bewohnerinnen und Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, darunter auch eine 84-jährige Frau, die aus ihrem bereits von Wasser und Schlamm eingeschlossenen Wohnhaus gerettet werden konnte.
Aufgrund des Ausmaßes der Schadenslage wurde noch am Donnerstagabend über die Landesalarm- und Warnzentrale die Feuerwehr Mittersill zur Unterstützung alarmiert. Zusätzlich kamen Kräfte der Österreichischen Wasserrettung aus Mittersill und Niedernsill zum Einsatz. Auch zahlreiche Bagger, LKW, Traktoren und weitere Maschinen unterstützten die Einsatzkräfte bei der Beseitigung der Schäden.
Am Freitag wurde zusätzlich der Katastrophenzug des Abschnittes 1 Pinzgau mit rund 60 Einsatzkräften alarmiert. Unter dem Kommando von AFK 1 Pinzgau BR Gottfried Schmidt unterstützten Feuerwehren aus Saalfelden, Lofer, Leogang, Unken, St. Martin bei Lofer und Maria Alm die örtliche Feuerwehr bei den umfangreichen Aufräum- und Sicherungsarbeiten. Gemeinsam mit der Wildbach- und Lawinenverbauung wurde die Schadenslage zudem bei einem Erkundungsflug aus der Luft beurteilt. Weiters im Einsatz waren auch BFK Pinzgau OBR Bernhard Kaserer sowie AFK 3 BR Peter Leo.
Die Arbeiten dauerten bis 10. August an. Neben der Beseitigung von Schlamm, Geröll und Holz mussten Verkehrswege freigemacht, Verklausungen beseitigt und gefährdete Bereiche gesichert werden. Parallel dazu wurden Fahrzeuge, Geräte und Ausrüstung laufend gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht.
Allein die Feuerwehr Stuhlfelden leistete während der fünf Einsatztage insgesamt 1.007 Einsatzstunden.
Die Bewältigung der Schadenslage erforderte eine enge Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren, der Österreichischen Wasserrettung, dem Roten Kreuz, der Polizei, der Wildbach- und Lawinenverbauung, der Gemeinde, dem Katastrophenschutz sowie zahlreichen weiteren Organisationen, Unternehmen und freiwilligen Helferinnen und Helfern.
Gesamteinsatzleiter: OFK OBI Holzer Philipp
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Bilder: Feuerwehr Stuhlfelden
Text: OVI Moritz Scharler (Presse Feuerwehren Pinzgau)
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