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Waldbrandeinsatz in steilem Gelände bei Hintergöriach

Am 06. und 07. August 2026 beschäftigte ein Waldbrand im Bereich Hintergöriach die Feuerwehren des Bezirkes Lungau.
Waldbrand in unwegsamem Gelände

Am 06. August wurde die Feuerwehr Göriach gegen 19:30 Uhr zu einem Waldbrand im Bereich Hintergöriach alarmiert.
Bereits bei der ersten Lageerkundung vom Talboden aus konnte eine starke Rauchentwicklung
an zwei verschiedenen Stellen in sehr steilem und unwegsamem Gelände festgestellt werden.
Aufgrund der Lage wurden durch Einsatzleiter und Ortsfeuerwehrkommandant OBI Dominik Kössler weitere Kräfte nachalarmiert.
Neben der Feuerwehr Mauterndorf mit der Waldbrandausrüstung und der Feuerwehr Ramingstein mit dem Einsatzleitfahrzeug wurden die Flughelfer des Bezirkes Lungau, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Leonhard Ernst sowie Abschnittsfeuerwehrkommandant 2 BR Volker Mörtl zur Einsatzstelle beordert.

Da aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse kein Hubschraubereinsatz möglich war, musste die Brandbekämpfung durch Bodentrupps durchgeführt werden.
Zusätzlich wurde die Feuerwehr Mariapfarr mit dem Tanklöschfahrzeug zur Unterstützung alarmiert.
Für eine zusätzliche Lageerkundung aus der Luft wurde die Drohneneinheit des Bezirkes Pongau eingesetzt.

Ein erster Erkundungstrupp erreichte die Brandstellen über eine Forststraße und anschließend über einen längeren Fußmarsch.
Dabei wurde festgestellt, dass auf einer Fläche von rund 350 Quadratmetern Waldboden und Wurzelstöcke an zwei voneinander getrennten Stellen brannten.

Brandbekämpfung bis in die Nacht

Die nachrückenden Einsatzkräfte begannen mit Löschrucksäcken,
Schanzwerkzeug und Waldbrandausrüstung mit der Brandbekämpfung und der Eindämmung einer weiteren Ausbreitung.
Mit Einbruch der Dunkelheit wurden die Arbeiten zusätzlich erschwert.
Durch den intensiven Einsatz konnte gegen 22:30 Uhr „Brand aus“ gemeldet werden.
Anschließend wurde die Brandstelle durch die Drohneneinheit des Bezirkes Pongau mehrfach mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.
Dabei konnten keine weiteren Glutnester festgestellt werden.

Weitere Brandstelle bei Nachkontrolle entdeckt

Am frühen Vormittag des 07. August führte die Feuerwehr Göriach eine Nachkontrolle der Brandstellen durch.
Dabei wurde eine weitere Brandstelle festgestellt. Erneut brannte Waldboden in sehr steilem und schwer zugänglichem Gelände.
Aufgrund des langen Anmarschweges und der fehlenden gesicherten Löschwasserversorgung wurden zunächst die Feuerwehr Mariapfarr mit dem Tanklöschfahrzeug
und anschließend die Feuerwehr Tamsweg ebenfalls mit einem Tanklöschfahrzeug nachalarmiert.

Aufwendige Nachlöscharbeiten

Die Einsatzkräfte legten zunächst eine Löschleitung bis zu den Brandstellen.
Anschließend wurden die betroffenen Bereiche mit Schanzwerkzeug händisch geöffnet und umgegraben, um tief im Waldboden liegende Glutnester freizulegen und abzulöschen.
Die Feuerwehr Tamsweg richtete mit ihrem Tanklöschfahrzeug einen Pendelverkehr ein und stellte damit die erforderliche Löschwasserversorgung sicher.
Durch die gezielten Nachlöscharbeiten konnte gegen 11:25 Uhr endgültig „Brand aus“ gemeldet werden.

Blitzschlag als wahrscheinliche Brandursache

Als wahrscheinliche Ursache des Waldbrandes gilt ein Blitzeinschlag in einen Stacheldrahtzaun.
Vermutlich wurde die elektrische Energie über den Zaun weitergeleitet, wodurch sich entlang des Zaunverlaufs an insgesamt drei Stellen Brände im Waldboden entwickelten.

Umfangreicher Einsatz über zwei Tage

Über beide Einsatztage standen zahlreiche Einsatzkräfte aus dem Bezirk Lungau im Einsatz.
Die schwierige Erreichbarkeit der Brandstellen,
das steile Gelände und die fehlende direkte Löschwasserversorgung machten einen besonders arbeitsintensiven Einsatz erforderlich.

Im Einsatz:
Feuerwehr Göriach
Feuerwehr Mariapfarr mit dem Tanklöschfahrzeug
Feuerwehr Tamsweg mit dem Tanklöschfahrzeug
Feuerwehr Mauterndorf mit der Waldbrandausrüstung
Feuerwehr Ramingstein mit dem Einsatzleitfahrzeug
Flughelfer des Bezirkes Lungau
Drohneneinheit des Bezirkes Pongau
Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Leonhard Ernst
Abschnittsfeuerwehrkommandant 2 BR Volker Mörtl
Katastrophenschutzreferent Christoph Wiedl
Polizei

Bildquelle: BSBÖ OVI Keidel Thomas
Autor: BSBÖ OVI Keidel Thomas (LAWZ-Mb)

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