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Aktuelles

LKW-Brand im Tauerntunnel

Am Samstag, den 28.11.2020, um 06.00 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Zederhaus und Flachau zu einem LKW-Brand in den Tauerntunnel alarmiert.

Bereits bei der Anfahrt wurde von der Überwachungszentrale St. Michael informiert, dass der Anhänger in der 3. Pannenbucht Fahrtrichtung Salzburg (2,2 km vom Südportal, 4,4 km Richtung Nordportal) steht, bereits zu brennen begonnen hat und der Fahrer mit der Zugmaschine aus dem Tunnel gefahren ist. Sofort rüsteten sich alle Einsatzkräfte von Voraus- und Rüstlöschfahrzeug mit schwerem Atemschutz aus und fuhren in den Tunnel ein. Pumpe Zederhaus blieb am Tunnelportal.

06.10 Uhr VRFA-Zederhaus am Einsatzort

Lage: Anhänger mit Gefahrgutkennzeichnung (orange Warntafel, Kennzeichnung brennbare flüssige Stoffe) bereits stark in Brand. Die Ladung bestand aus 16 Tonnen Desinfektionsmittel (Palletten mit kleinen Sprühflaschen zur Handdesinfektion, sowie größeren Gebinden bis zu 1 Liter Flaschen). Die Lüftungstechnik im Tunnel funktionierte ausgezeichnet. Die Anströmseite war immer rauchfrei.

Sofort wurde mit der Brandbekämpfung mittels Polylöschanlage vom VRF und der Schlauchhaspel vom Wandhydranten in der Pannenbucht begonnen.

06.15 Uhr RLFA-Zederhaus am Einsatzort

Weitere Brandbekämpfung mittels Schaumrohr und weiteren C-Rohren, Aufbau Zubringleitung zum RLF vom nächsten Wandhydranten, Speisung VRFA, gleichzeitige Strukturkühlung der Tunneldecke,

06.34 Uhr VRFA-Flachau am Einsatzort

Weiterer Löschangriff mittels Polylöschanlage

06.38 Uhr RLFA-Flachau am Einsatzort

06.39 Uhr Brand unter Kontrolle

Aufgrund der derzeitigen COVID-Bestimmungen, das eine Vermischung der Einsatzkräfte vermieden werden sollte und der Tatsache das der Brand unter Kontrolle war, rückte die Feuerwehr Flachau um 06.45 Uhr wieder von der Einsatzstelle ab.

In weiterer Folge musste die gesamte Ladung aus dem Anhänger geräumt werden. Durch den Alkohol (2-Propanol 70%) im Desinfektionsmittel flammte das Feuer immer wieder auf.

07.49 Uhr Brand aus

Anschließend wurde die gesamte Ladung mittels Radlader und LKW der ASFINAG aus dem Tunnel gefahren und an eine Entsorgungsfirma übergeben. Der ausgebrannte Anhänger wurde ebenfalls aus dem Tunnel gebracht, die Fahrbahn gereinigt und das gesamte Löschwasser in Verbindung mit dem Desinfektionsmittel aus der Gewässerschutzanlage des Tunnels gepumpt und entsorgt.

An der Tunnelanlage waren die Elektroinstallationen stark beschädigt, die Schäden am Bauwerk hielten sich in Grenzen. Der Tunnel konnte um 16.00 Uhr wieder einspurig für den Verkehr freigegeben werden.

Der Brand wurde relativ früh in der Anfangsphase erwischt und die Technik im Tunnel funktionierte ausgezeichnet, so konnte ein Großbrand, wie im Jahr 1999, verhindert werden.

 Einsatzende: 12.20 Uhr

Im Einsatz:

Freiwillige Feuerwehr Zederhaus

  • Voraus-, Rüstlösch-, Kleinlösch- und Mannschaftstransportfahrzeug
  • Mannschaftsstärke: 21 Mann
  • Einsatzleiter: OBI Harald Pfeifenberger

Freiwillige Feuerwehr Flachau

  • Voraus-, Rüstlöschfahrzeug
  • Einsatzleiter: BR Christian Lackner

Weitere Kräfte:

  • Polizei
  • Rotes-Kreuz
  • Bezirkskatreferent BH Tamsweg – Philipp Santner
  • ASFINAG
  • Entsorgungsfirma

Text: OFK OBI Harald Pfeifenberger; Bilder: FF Zederhaus



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