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Rückkehr von NEIFLEX 2018 Raum Udine

Vom 07.06.2018 bis 09.06.2018 nahm die HCP – Einheit (high capacity pumping unit), ein Bestandteil des Internationalen Katastrophenhilfszuges (Int.Kat.HiZg.) des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg an einer Übung, genannt NEIFLEX (nord eastern italian flood exercise) organisiert durch die European Union Civil Protection (EU Zivilschutz) in der Region Piemont (Norditalien) teil. HBI Josef Prommegger und OBI Ronny Baier waren bereits vor Ankunft des Zuges vor Ort und arbeiteten an der Lagedarstellung und an Planspielen sowie an der Ausarbeitung der Übungen. 36 Spezialisten aus mehreren Freiwilligen Feuerwehren und dem Landesfeuerwehrverband Salzburg sowie 2 Sanitäter des Roten Kreuzes konnten bei insgesamt vier vorbereiteten Szenarien verschiedenen Stellen (Sites) ihr Können unter Beweis stellen. Dabei waren Pumparbeiten mit den Tauchpumpen des HWA und der Hochleistungspumpe des HLP zu verrichten. Neben diesen Tätigkeiten, sowie dem Vorbereiten und Sichern von diversen Hanglagen und verschiedenen Geländen wurde in Zusammenarbeit mit slowenischen und italienischen Teams ebenfalls Pumparbeiten durchgeführt. Dabei musste der Wasserspiegel an einer Wehranlage gehalten oder eine Dammanlage vor dem Bersten durch vorherrschenden Wasserdruck, entstanden durch langanhaltende Regenfälle geschützt werden. Ständig wurden die Arbeiten und Tätigkeiten sowie der gesamte Übungsablauf von örtlichen Behörden (Safety and Security Commanders und Incidient Commanders) überwacht und bewertet. Besonderes Augenmerk wurde auf die Zusammenarbeit zwischen den Teams der teilnehmenden Nationen gelegt. Anklang fand eine am ersten Übungstag von den Salzburger Feuerwehrkräften installierte „Wasserbrücke“ zur Überquerung einer Straße. Ziel war hierbei die Wasserförderung bei gleichzeitiger Passierbarkeit der Straße. Hierzu wurde mit Leitern sowie einem Ladekran die Straße überbrückt. Auch der an der Übungsstelle anwesende Zivilschutz und einige Organe der Vigili del Fuoco (Feuerwehr und Katastrophenschutz) waren von dieser Idee der Wasserförderung und Lösungsorientierung beeindruckt. Auch Landesbranddirektor LFK Leopold Winter machte sich am zweiten Tag ein Bild der Lage vor Ort. Ein Lageraufbau, der bei solchen Übungen zur Übernachtung und Verpflegung der teilnehmenden Mannschaft vorgesehen ist, war nicht erforderlich, da seitens Veranstalter die Übernachtung in einer Militärkaserne (Luciano Capitano Barracks in Portorugaro) möglich war.  Während der Übungen waren auch zwei Realeinsätze zu absolvieren. Eine technische Hilfeleistung, bei der ein LKW von der Straße abgekommen war wurde genauso gemeistert wie die Versorgung eines Verletzten in der Militärkaserne durch die Sanitäter des Roten Kreuzes. Teamleder HBI Josef Prommegger und alle Führungskräfte konnten bei der Abschlussbesprechung vor Ort ein positives Resümee über die Tätigkeiten ziehen. Seitens der italienischen Behörde und dem Zivil – und Katastrophenschutz und den anwesenden Vertretern des Bundesministeriums für Inneres wurden Dankesworte ausgesprochen und die professionelle, umfassende und schnelle Arbeit betont. Die Ankunft der letzten Kräfte im Landesfeuerwehrverband Salzburg und somit offizielles Ende dieser Übung war am 09.06.2018 um 18:20 Uhr.

 

Text und Bilder: LFV Salzburg, weitere Bilder finden Sie auf www.lfv-sbg.at

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